Als bewährter Inhaltsstoff versorgt Urea trockene Haut zuverlässig mit Feuchtigkeit. Erfahren Sie, woher Harnstoff stammt, wie er wirkt und ob Urea-Cremes Ihr Hautbild nachhaltig verbessern.
Was ist Urea?
Urea, auch bekannt als Harnstoff, ist ein natürlicher Bestandteil von Urin und Schweiß, der auf die Haut gelangt. Dieser fettarme Stoff schützt die Haut vor Austrocknung. Normalerweise produziert der Körper ausreichend Urea, um die Hautbarriere zu erhalten.
Zu häufiges Waschen mit Seife, Shampoo oder Duschgel stört jedoch den natürlichen Säureschutzmantel. Dadurch wird die Haut anfälliger für Erreger und trocknet aus. Trockene Haut kann natürlich auch andere Ursachen haben.
Wie wird Urea gewonnen?
Urea wurde im 18. Jahrhundert durch Untersuchungen von Urin entdeckt. Früher wurde es aus Pferdeurin gewonnen, bis 1828 eine synthetische Herstellung aus anorganischen Stoffen möglich wurde – tierfrei und rein.
Der Prozess basiert auf der Verbindung von Kohlendioxid und Ammoniak unter hoher Temperatur und Druck.
In der Kosmetik ist Harnstoff ein Standardinhaltsstoff in Cremes. Zudem dient er als Stickstoffdünger in der Landwirtschaft und reduziert Stickoxide in Abgasen von Kraftwerken oder Motoren.
Wie wirkt Pflege mit Harnstoff?
Körperlotionen mit Urea stabilisieren den Feuchtigkeitshaushalt der Haut langfristig. Im Gegensatz zu Ölen in Feuchtigkeitscremes, die nur eine Oberflächenschicht bilden, dringt Urea ein, bindet und speichert Wasser in der Haut.
Es löst trockene Haut nicht dauerhaft, eignet sich aber hervorragend zur Pflege. Hersteller schätzen Urea wegen seiner hautverträglichen Eigenschaften: Keine bekannten Nebenwirkungen oder Allergien.
Zusätzlich wirkt es leicht antibakteriell und stärkt die natürliche Hautbarriere.
Urea-Cremes und Produkte: Eine Übersicht
Der Handel bietet vielfältige Urea-Produkte:
- In Bodylotions liegt der Urea-Gehalt bei 3 bis 5 Prozent und hält den Flüssigkeitshaushalt optimal aufrecht (laut Codecheck). Ein Beispiel: Bioturm-Produkt bei Avocadostore.
- Intensivpflegen für extrem trockene Stellen wie Hände und Füße enthalten 10 Prozent Urea. Konsultieren Sie vorab einen Arzt, da Überdosierung die Haut reizen kann.
- Bei juckenden Hauterkrankungen oder Ekzemen helfen Produkte mit höherem Urea-Anteil gegen Juckreiz – immer ärztlichen Rat einholen.
Weitere Optionen:
- Urea-Shampoos bekämpfen trockene Kopfhaut, Schuppen und pflegen Haare. Bei Schuppenflechte lindern sie Symptome – Apothekenberatung empfohlen.
Tipps zum Kauf von Urea-Cremes
Urea pflegt trockene Haut effektiv, doch achten Sie auf die Zusammensetzung: Viele Produkte enthalten schädliche Duftstoffe, Formaldehyd oder Paraffine.
Prüfen Sie Inhaltsstoffe mit Apps wie Codecheck. Orientieren Sie sich an Siegeln wie BDIH, Natrue oder Ecocert für qualitativ hochwertige Naturkosmetik.