Einer der erschütterndsten Aspekte des Lebens in New York während der COVID-19-Pandemie war für mich der totale Kontrollverlust. Innerhalb weniger Tage löste sich jede Struktur in meinem Alltag und der großen Welt auf – ersetzt durch ein überwältigendes Gefühl von Unsicherheit und Angst.
Auf gesellschaftlicher Ebene sorge ich mich um die Ersthelfer, die ihr Leben riskieren, um diejenigen, die nicht von zu Hause arbeiten können, die ihren Job verloren haben, die immungeschwächten, Älteren und Obdachlosen. Ich weiß, wie privilegiert meine sichere Position ist, und nehme das nicht leichtfertig. Persönlich trauere ich um Freunde und Familie, frage mich, wann ich sie wiederssehen kann. Ich sehne mich nach der Außenwelt, weiß aber nicht, wann ich mein Zuhause wieder sicher verlassen kann. All das liegt außerhalb meiner Kontrolle.
Aber eines kann ich kontrollieren: Jeden Morgen stehe ich auf, wasche mein Gesicht und absolviere meine Hautpflegeroutine.
Hautpflege als neue Stütze in der Krise
Vielleicht haben Sie das auch: Eine kleine Routine, die jetzt mehr bedeutet – ein Spaziergang, das Ritual Ihrer Lieblingstasse Kaffee, Yoga oder das Kochen. Für mich ist das Hautpflege. Bereits als Teenager war das Gesichtwaschen mein Klarheitsmoment inmitten des Chaos. In stressigen Phasen oder an schlechten Tagen bringt die abendliche Routine alles ins Gleichgewicht.
Hautpflege ist in stressigen Zeiten auch rein praktisch. Als erfahrener Beauty-Redakteur weiß ich: Die Haut reagiert empfindlich auf innere Belastungen. Stress verursacht Entzündungen und Ausbrüche (erfahren Sie hier mehr darüber, wie und warum Stress und Haut zusammenhängen). Schlafmangel dullt den Teint. Auch wenn niemand es sieht, fühle ich mich dadurch besser – unabhängig von Outfit oder Haaren.
Deshalb halte ich morgens und abends durch. Morgens rühre ich mbg grasgefüttertes Collagen+-Pulver in meinen Kaffee. Bei stressbedingten Entzündungen brauche ich interne Unterstützung. Dieses Supplement enthält hydrolysierte Kollagenpeptide (besser bioverfügbar, fördert die eigene Kollagenproduktion) plus entzündungshemmende Vitamin C, E und Curcumin.
Dann Reiniger, Lavendel-Wasser-Toner, zwei Spritzer Vitamin-C-Serum (morgens) oder Milchsäurekur (abends). Darauf Feuchtigkeitscreme und Öltropfen. Oft rolle ich mit dem Rosenquarz-Roller nach.
Diese Routine gab es vor der Krise, sie hält an und wird bleiben.
Sie beendet Tage voller Unsicherheiten, Home-Office-Chaos und 'neuer Normalität'. Sie ist mein Halt aus der alten Welt. In unsicheren Zeiten kontrolliere ich wenig – aber meine Hautpflege.
Selbstpflege als Kontrollinstrument
Selbstfürsorge ist jetzt herausfordernd: Keine Studios, risikoreiches Laufen draußen, Distanz zu Liebsten, keine Restaurants oder Reisen. Stattdessen fokussieren wir auf Machbares. Selbst an schwachen Tagen zieht es mich zum Waschbecken – zu den Produkten, die mich und meine Haut jahrelang gestützt haben.