In Zeiten der Isolation bleiben viele zu Hause, tragen keine Jeans mehr und verzichten auf Make-up. Die Haarwäsche wird seltener, doch was ist mit der Gesichtspflege? Sollten Sie Ihre abendliche Routine beibehalten, wenn Sie das Haus nicht verlassen?
Wir haben Dermatologen und Hautexperten befragt: Die klare Empfehlung lautet ja – vor allem abends. Hier die Gründe:
Schmutz, Öl und Ablagerungen sammeln sich täglich auf der Haut an
Auch ohne Ausgehen oder Make-up lagern sich Öle, Schmutzpartikel und Bakterien auf der Haut ab. Wir berühren unser Gesicht unbewusst – sei es eine juckende Nase oder müde Augen. Handys, Kissen und andere Oberflächen übertragen Keime, selbst bei gründlicher Händewaschung. Zudem wirkt sich die Innenraumluftverschmutzung aus, die Feinstaub enthält und die Haut schädigt.
"Sie müssen Schmutz, Öle, Rückstände alter Pflegeprodukte und Schadstoffe entfernen, die Poren verstopfen, reizen und oxidativen Stress verursachen", erklärt die zertifizierte Dermatologin Hadley King, M.D. Tägliches Waschen beseitigt diese unsichtbaren Belastungen effektiv.
Bei Hautunreinheiten (z. B. Stressakne) ist die Routine essenziell. "Die Haut muss abends sauber sein, um über Nacht zu regenerieren und weitere Ausbrüche zu vermeiden", betont Kosmetikexpertin Joanna Vargas. Dermatologin King rät, nach der Reinigung Wirkstoffe wie Retinol oder Salicylsäure aufzutragen.
Die Morgenroutine darf Sie entspannen
Falls Sie zweimaliges Waschen einsparen möchten, überspringen Sie die Morgenreinigung. "Morgendliche Reiniger können die Haut austrocknen und sind oft unnötig", sagt Dermatologin Ellen Marmur, MD. "Bei fettigem Gefühl reicht warmes Wasser zum Abspülen – überschüssige Öle werden so entfernt, ohne Seife."
Zusammenfassung
Wählen Sie sanfte Reiniger, die nicht reizen – kein aggressives Schäumen nötig, wenn Sie zu Hause bleiben. Halten Sie aber die Abendroutine ein, um Ihre Haut gesund zu halten.