Wir alle kennen die Auswirkungen wechselnder Jahreszeiten auf unsere Haut: Im Herbst und Winter trocknet sie aus und wird empfindlicher, im Sommer produzieren wir mehr Talg und haben mit Unreinheiten zu kämpfen. Auch unser Haar reagiert auf diese Veränderungen – manche offensichtlich, wie Frizz bei hoher Luftfeuchtigkeit oder eine trockene Kopfhaut bei Kälte, andere weniger.
Wussten Sie, dass ein Wechsel der Jahreszeit auch zu verstärktem Haarausfall führen kann? Dieses Phänomen, bekannt als saisonaler Haarausfall, erklärt, warum Sie nach dem Duschen mehr Haare im Kamm finden oder öfter Streuner entdecken.
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte.
Was ist saisonaler Haarausfall?
Der Name sagt es schon: Es handelt sich um einen verstärkten Haarausfall während Übergangsperioden oder durch Umweltveränderungen. „Saisonaler Haarausfall entsteht vor allem durch hormonelle Schwankungen, die durch Klimaveränderungen, Temperaturschwankungen und die Tageslichtmenge ausgelöst werden“, erklärt Lars Skjoth, Ph.D., führender Forscher und Gründer der renommierten Haarpflegemarke Harklinikken. Skjoth hat mehrere international anerkannte Kliniken für Haarausfalltherapien gegründet und gilt als Autorität für nicht-invasive Behandlungen mit natürlichen, sicheren Formeln. (Als Schönheitsredakteurin mit eigener Erfahrung bei intensivem Haarausfall kann ich die Wirksamkeit der New Yorker Klinik bestätigen.)
Normalerweise verliert ein Mensch 50 bis 100 Haare pro Tag. Bei stabilem Verlust fällt ein saisonaler Anstieg vielleicht nicht auf – besonders empfindliche Personen spüren ihn jedoch im Sommer oder bei Temperaturwechseln.
Dieses Jahr könnte der Herbst und Winter jedoch intensiver ausfallen. Neben natürlichen Schwankungen verstärkt der Stress der Pandemie den Effekt: „COVID-19 hat die Haarausfall-Symptome bei vielen dramatisch verschlimmert“, betont Skjoth.
Was Sie gegen verstärkten Haarausfall tun können
Jahreszeiten und Tageslicht lassen sich nicht kontrollieren, doch proaktive Maßnahmen mildern den Ausfall.
- Überprüfen Sie Ihre Haarprodukte. Hochwertige Inhaltsstoffe wie pflegende pflanzliche Öle, Fettsäuren und Antioxidantien stärken das Haar und fördern Wachstum. Vermeiden Sie aggressive Tenside, Silikone und Reizstoffe.
- Reduzieren Sie Hitze-Tools und chemische Behandlungen. Föhnen, Glätten oder Färben schwächen das Haar und fördern Bruch sowie Ausfall. Pausieren Sie bei akutem Verlust.
- Minimieren Sie Stress. Als bekannter Auslöser ist Stressmanagement essenziell – unterstützt durch Studien und Expertenmeinungen.
- Optimieren Sie Ihre Ernährung. Mangel an Zink, Eisen, Biotin und anderen Nährstoffen begünstigt Haarausfall. Setzen Sie auf vitamin- und mineralreiche Kost mit Aminosäuren und Fettsäuren. Ergänzungen wie Kollagen, Biotin oder Antioxidantien können helfen – konsequent angewendet wirkt sich das positiv aus.*
Das Wichtigste im Überblick
Haarausfall ist normal (50–100 Haare täglich) und kann saisonal zunehmen. Bei Besorgnis helfen diese praxisnahen Tipps von Experten.
Wenn Sie schwanger sind, stillen oder Medikamente nehmen, konsultieren Sie vor Ergänzungen Ihren Arzt. Ein Fachgespräch ist immer ratsam.