Das typische Strahlen nach dem Training – verursacht durch bessere Durchblutung und Nährstoffversorgung der Hautzellen – freut uns alle. Langfristig ist Sport hervorragend für die Haut: Er fördert den Zellumsatz und stärkt das psychische Wohlbefinden, was sich positiv auf die Haut auswirkt. Kurzfristig melden jedoch viele Beschwerden: Jucken, starke Rötungen oder verstärkte Akne im Gesicht und am Körper.
Viele machen Schweiß zum Sündenbock für Akneausbrüche. Doch schauen wir uns die Wissenschaft der Hautpflege genauer an: Schweiß besteht größtenteils aus Wasser – verstopft er tatsächlich Poren? Dermatologen klären diesen weit verbreiteten Mythos auf.
Verstopft Schweiß tatsächlich Poren?
"Entgegen der gängigen Meinung verursacht Schweiß selbst keine Pickel", erklärt der zertifizierte Dermatologe Joshua Zeichner, M.D., in seinem Instagram-Beitrag. Wie angedeutet, ist Schweiß hauptsächlich Wasser und kein primärer Übeltäter. Die zertifizierte Dermatologin Ellen Marmur, M.D., sieht Schweiß sogar als natürliches Hautreinigungsmittel, wie sie gegenüber mindbodygreen zur Hautpflege nach dem Sport betonte.
Das Problem entsteht, wenn Schweiß trocknet und sich mit Talg sowie Bakterien vermischt – etwa durch Kontakt mit schmutzigen Yogamatten oder Geräten. Durch die Hitze beim Training öffnen sich die Poren, was der Mischung aus Talg, Schweiß und Bakterien Einlass gewährt und zu Entzündungen führt. Auch Make-up kann sich festsetzen – Dermatologen raten daher, ohne Make-up zu trainieren.
Am Körper verstärkt nasse Kleidung das Problem: Sie klebt an der Haut, fängt Talg und Bakterien ein und verstopft Poren. "Beim Schwitzen benetzt es die Kleidung, die an der Haut haftet und Poren verstopft", sagt Zeichner. Ziehen Sie nasse Trainingskleidung daher so schnell wie möglich aus.
Akne durch Training vermeiden
Obwohl Schweiß allein Poren nicht verstopft, braucht die Haut nach dem Sport eine gründliche Reinigung, um Talg und Bakterien zu entfernen. Duschen Sie nach intensivem Training oder wechseln Sie zumindest die feuchte Kleidung.
Für das Gesicht empfehlen Dermatologen bei morgendlichem Training oft nur einen Spritzer Wasser. Andere raten zu einem milden Reiniger gegen Talg und Schmutz. Wählen Sie sanfte Produkte ohne starke Peelings: Offene Poren sind nach dem Sport empfindlicher für Reizungen.
Zusammenfassung
Schweiß verstopft Poren nicht direkt. Ausbrüche entstehen durch die Vermischung mit Talg und Schmutz. Schweiß kann Poren sogar reinigen, wenn Sie danach gründlich waschen und Geräte sauber halten.