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Sonnenschutz-Guide der EWG für Sommer 2019: 4 bewährte Tipps für sicheren Schutz

Wir stehen vor spannenden Entwicklungen im Bereich Sonnenschutzmittel – so die Environmental Working Group (EWG) mit ihrem jährlichen Leitfaden. Die renommierte Verbraucherschutzorganisation setzt sich seit Jahren für strengere Regulierungen und mehr Forschung zu Inhaltsstoffen in SPF-Produkten ein. Diese Veränderungen könnten bald Realität werden.

Hier die vier wichtigsten Erkenntnisse aus dem EWG-Bericht.

Suchen Sie nach diesen zwei Inhaltsstoffen

„Dieses Jahr ist besonders, da die FDA ihr vorgeschlagenes Regelwerk für Sonnenschutzmittel veröffentlicht hat, das die Kernpunkte aufgreift, die wir bei der EWG in den letzten 13 Jahren betont haben – von Wirksamkeit bis Inhaltsstoffsicherheit“, erklärt Nneka Leiba, Direktorin für gesunde Lebenswissenschaften bei der EWG. „Das ist wirklich ein Meilenstein.“

Zum ersten Mal fordert die FDA umfassende Tests zur Hautabsorption und zu Nebenwirkungen. Basierend darauf gelten nur zwei Inhaltsstoffe als ausreichend geprüft: Zinkoxid und Titanoxid. Zwölf weitere gängige Stoffe (in über 50 % der Produkte enthalten) sollen genauer untersucht werden.

Das sind gute Nachrichten – doch die FDA-Vorschläge wirken sich nicht auf die aktuellen Regale aus. Die EWG hat über 13.000 SPF-Produkte geprüft und festgestellt, dass zwei Drittel problematische Inhaltsstoffe oder unzureichenden Schutz bieten. Besonders bei 750 Strand- und Sportprodukten, wo starker Sonneneinfall typisch ist.

Vorsicht bei „breitem Spektrum“-Angaben

Ein Kritikpunkt des EWG-Berichts: Viele Produkte schützen unzureichend vor UVA-Strahlen. „Breites Spektrum“ darf trotz schwachem UVA-Schutz verwendet werden.

UVA vs. UVB kurz erklärt: Beide schädigen die Haut, aber unterschiedlich. UVB verursacht Sonnenbrand und Bräune (deshalb der Fokus darauf). UVA dringt tiefer ein und erhöht das Hautkrebsrisiko, ohne sichtbare Schäden.

„Sogar die FDA gibt zu, dass UVA möglicherweise stärker zum Hautkrebs beiträgt, als gedacht. Doch der SPF-Wert misst nur UVB-Schutz“, betont Leiba. Europäische Regeln sind strenger: UVA-Schutz muss proportional zum UVB steigen. In den USA reicht ein niedrigerer Standard – die EWG schätzt, dass 50 % der US-Produkte europäische Kriterien nicht erfüllen.

Hoher LSF täuscht Sicherheit vor

EWG und FDA warnen: Hohe LSF-Werte (ab 50) vermitteln falsches Sicherheitsgefühl, was zu seltenerer Nachcremung führt. Daher schlägt die FDA vor, LSF auf 60+ zu kappen, da höhere Werte keinen signifikanten Mehrwert bieten – vor allem nicht bei UVA.

„Ohne ausgewogenen Schutz bleibt der Nutzen begrenzt, egal wie hoch der LSF ist“, sagt Leiba.

Nanopartikel in Sprays meiden

Nanopartikel in mineralischen Mitteln sorgen für Bedenken – daher werben viele mit „non-nano“. „Tests zeigen minimale Absorption auf intakter Haut, egal ob nano oder nicht. In Cremes und Lotionen kein Problem“, so Leiba. „Bei Sprays schon.“

Die EWG rät von allen Sprays ab. Die FDA plant Partikelgrößenlimits, um Lungenrisiken zu vermeiden.