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Aroniasaft: Gesundheitliche Vorteile, Nährstoffe und einfache Herstellung zu Hause

Aroniasaft überzeugt durch seine reichen Inhaltsstoffe in hoher Konzentration. Erfahren Sie, welche Nährstoffe er bietet und wie Sie ihn optimal für Ihre Gesundheit nutzen.

Aroniasaft: Die Basis – die Aroniabeere

Die schwarzblaue Aroniabeere hat einen herben Geschmack und hinterlässt ein trockenes, pelziges Mundgefühl. Als Snack ist sie daher nicht jedermanns Sache. Als Saft, idealerweise gemischt mit anderen Fruchtsäften, liefert sie jedoch wertvolle Nährstoffe und schmeckt hervorragend.

Auch als Apfelbeere bekannt, stammt sie hauptsächlich aus Osteuropa. Sie lässt sich problemlos in Ihrem Garten oder auf dem Balkon anbauen. Der robuste Strauch hält Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius aus und wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa kultiviert. Er erreicht bis zu zwei Meter Höhe.

Die Erntezeit liegt zwischen August und Oktober. Der Name Apfelbeere rührt von der äußeren Form und dem Inneren her: Die Kerne sind sternförmig um die Mitte angeordnet, ähnlich wie bei Äpfeln. Botanisch handelt es sich daher um ein Kernobst.

Die intensive dunkle Farbe verdankt die Apfelbeere ihrem hohen Anteil an Anthocyanen – Stoffen, die für 'dunkelfarbige Blüte' stehen. Aufgrund ihrer starken Färbekraft, die Zunge und Zähne temporär blau-violett tönen kann, dient sie in der Lebensmittelindustrie als natürlicher Farbstoff.

Aroniasaft: Seine gesundheitlichen Vorteile

Aroniasaft punktet mit einer Fülle gesunder Inhaltsstoffe:

  • Aroniabeeren weisen im Vergleich zu 143 anderen Pflanzen den höchsten Gehalt an Polyphenolen auf. Diese wirken als Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren. Dazu gehören Anthocyane und Flavonoide. Viele positive Effekte, die im Folgenden beschrieben werden, schreiben Forscher diesen Antioxidantien zu.
  • Bulgarische Wissenschaftler fanden, dass Apfelbeeren Diabetikern helfen können, den Blutzucker zu senken.
  • Eine Studie deutet auf Unterstützung bei hohen Cholesterinwerten hin.
  • Forscher der University of Maryland entdeckten vorbeugende Wirkungen gegen Darmkrebs; eine polnische Universität bestätigt dies für Brustkrebs.
  • Die Beere fördert die Gesundheit bei koronaren Herzkrankheiten und schützt Organe wie die Leber.
  • Zusätzlich enthalten die Beeren Vitamin C, die Vitamine B1, B2 und B6, Vitamin K, Calcium und Magnesium sowie weitere essentielle Stoffe.

Zahlreiche Studien fassen diese Effekte zusammen (siehe Quellen). Experten betonen jedoch, dass einige Wirkungen noch nicht abschließend bewiesen sind – etwa bei Diabetes oder Cholesterin.

Trotz der Vorteile beachten Sie bei der Zubereitung:

  • Wie viele dunkle Beeren enthält Aronia geringe Mengen Blausäure (0,6–1,2 mg pro 100 g). Die toxische Dosis liegt bei 0,7 mg/kg Körpergewicht. In Säften konzentriert, daher mäßig genießen.
  • Der hohe Gerbstoffgehalt kann bei Sensiblen Magenschmerzen verursachen.
  • Der Saft wirkt leicht abführmäßig.
  • Bei Eisenmangel: Ein Inhaltsstoff bindet Eisen und erschwert dessen Aufnahme.

Aroniasaft selbst herstellen

Sparen Sie Geld und genießen Sie Frische: So bereiten Sie nährstoffreichen Aroniasaft zu. Zwei bewährte Methoden:

1. Gekochter Aroniasaft:

Für 1 Kilo Beeren nehmen Sie 120 Gramm Zucker und optional eine Zimtstange.

  1. Beeren waschen und verlesen.
  2. Mit Zimtstange und Wasser bedecken, 30 Minuten köcheln lassen.
  3. Durch Sieb oder Leinentuch streichen (Handschuhe tragen wegen Färbung).
  4. Mit Zucker aufkochen.
  5. Heiß in sterilierte Flaschen füllen.

So haltbar bis zu einem Jahr.

2. Kalt hergestellter Aroniasaft:

Für schonende Behandlung, kürzere Haltbarkeit:

  1. Beeren im Mixer zerkleinern, mit abgekochtem Wasser übergießen.
  2. 1 Tag bei Raumtemperatur ziehen lassen.
  3. Durch Leinentuch streichen und nach Geschmack süßen.

Praktische Tipps:

  • Braune Flaschen verwenden, kühl und dunkel lagern für optimale Nährstofferhaltung.
  • Ausgedrückte Beeren trocknen und als Tee nutzen.
  • Mit anderen Säften mischen gegen Herbigkeit.
  • Alternativ: Dampfentsafter einsetzen.
  • Weitere Ideen zur Verarbeitung von Aroniabeeren finden Sie hier.