Beim Einkauf sauberer Schönheitsprodukte ist es entscheidend, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen. Viele traditionelle Kosmetika enthalten schädliche Substanzen, die unter verschiedenen Namen versteckt werden können – von wasserfestem Make-up über Sonnencremes bis hin zu Shampoos und Parfums.
Seit dieser Woche gibt es gute Neuigkeiten: Die kalifornische Versammlung hat den Toxic-Free Cosmetics Act (A.B. 2762) verabschiedet. Kalifornien würde damit zum ersten US-Bundesstaat, der 12 problematische Inhaltsstoffe in Kosmetika verbietet.
Welche Chemikalien sind betroffen?
Das Gesetz richtet sich gegen 12 spezifische Stoffe, darunter Quecksilber, verschiedene Formen von Formaldehyd, Phthalate, Parabene und PFAS. Diese wurden von Experten wie sauberen Schönheitsmarken, Journalisten und der Environmental Working Group (EWG) bereits kritisch beleuchtet.
Diese Chemikalien finden sich in Alltagsprodukten wie wasserfestem Make-up, Sonnenschutzmitteln, Shampoos, Rasiercremes, Parfums und Haarglättungsmitteln. Oft werden sie als "Konservierungsstoffe" deklariert oder einfach als "Duft" getarnt. Susan Little, Senior Advocate for California Government Affairs bei der EWG, warnt: "Duft ist das Codewort für versteckte Inhaltsstoffe." Deshalb empfehlen Fachleute parfümfreie Produkte mit natürlichen Ölen oder transparente Duftangaben.
"Ich möchte, dass meine Tochter in einem Staat aufwächst, in dem ich nicht jedes Etikett wie eine Toxikologin prüfen muss, um sichere Seifen, Cremes und Zahnpasten zu finden", erklärt Versammlungsmitglied Al Muratsuchi, Hauptinitiator des Gesetzes. Ziel ist es, Verbrauchern blindes Vertrauen in gängige Produkte zu ermöglichen – ohne ständiges Nachschlagen.
Warum ist dieser Gesetzentwurf wegweisend?
Der Act ist bahnbrechend: Er ist das erste US-Gesetz dieser Art. Neben dem Verbot in Neuprodukten ermächtigt es den Generalstaatsanwalt, bestehende Produkte aus den Regalen zu verbannen. "Das macht den Entwurf so wirkungsvoll", betont Little.
Kalifornien orientiert sich an der EU, die diese 12 Stoffe (und viele mehr) bereits basierend auf fundierter Wissenschaft verbietet. "Statt eigene teure Studien zu finanzieren, nutzen wir EU-Ressourcen für evidenzbasierte Entscheidungen", sagt Little. Das könnte Präzedenz für weitere US-Staaten schaffen.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Der Entwurf liegt nun beim Senat und ist noch kein Gesetz. Kalifornier sollten weiterhin Etiketten prüfen. Außerhalb Kaliforniens bleibt Wachsamkeit gefragt: Lesen Sie Inhaltsstoffe, meiden Sie Unbekanntes und recherchieren Sie bei Bedarf. Bis mehr Staaten folgen, liegt die Verantwortung bei uns – für saubere Schönheit.