Falls es noch nicht klar ist: Der Bereich um Ihre Augen ist extrem dünn und empfindlich. Erfordert daher eine besonders schonende Pflege – mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen und Mitteln, die Elastizität und Festigkeit steigern.
Viele Dermatologen empfehlen hierfür Retinoide, da diese Vitamin-A-Derivate den Zellumbau fördern und die Kollagenproduktion anregen. Doch vor der Anwendung – sei es rezeptfrei oder auf Rezept – gilt: Tragen Sie zuerst eine Augencreme auf.
Warum Retinoide erst nach der Augencreme kommen sollten
Warum nicht direkt Retinoide einarbeiten? Die Augenpartie altert als Erstes sichtbar, und glatte Haut darunter zu fördern ist essenziell. Allerdings sind Retinoide oft zu intensiv für diese sensible Zone und können Reizungen verursachen. Die Haut ist nun mal dünn – behandeln Sie sie sanft.
Staatlich geprüfte Dermatologin Dr. Shereene Idriss erklärt in einem aktuellen Harper's Bazaar-YouTube-Video: Sie trägt Vaseline auf die Augenpartie auf, bevor sie verschreibungspflichtiges Tretinoin appliziert. Dieser klassische Trick erfordert keine neuen Produkte, nur eine Anpassung der Reihenfolge. Achtung: Bei Neigung zu Milien vorsichtig mit Vaseline dosieren, rät Idriss. Alternativen wie die Weleda Skin Food Lip Butter bieten eine reine, gelartige Textur. Oder nutzen Sie Ihre übliche Augencreme – Hauptsache, eine Barriere verdünnt das Retinoid.
Keine Sorge, die Wirksamkeit bleibt erhalten: „Es blockiert nicht komplett“, versichert Idriss. „Es hilft dennoch bei feinen Linien um die Augen.“
Zusammenfassung
Retinoide um die Augen komplett weglassen? Möglich. Doch für Umsatz in diesem Bereich: Gleiches Produkt überall einsetzen, aber mit Creme verdünnen.