Für Betroffene von Ekzemen kennen Sie die frustrierendsten Stellen nur zu gut: Schuppen auf der Kopfhaut, Kontaktdermatitis überall am Körper oder periorale Dermatitis um den Mund. Besonders lästig sind Ekzemflecken an den Händen – einem Bereich, den wir täglich intensiv nutzen.
Wenn ein Schub ausbricht, sind Juckreiz, Schmerzen und Risse kaum auszuhalten. Im Gegensatz zu anderen Körperstellen lässt sich Handekzem nicht einfach verdecken. Hier sind bewährte Strategien von Dermatologen.
Was ist Handekzem?
„Handekzem oder Handdermatitis zeichnet sich durch Rötung, Bläschenbildung, Risse, Abblättern und Juckreiz an Handflächen und Fingern aus“, erklärt die zertifizierte Dermatologin Hadley King, M.D. Es handelt sich um lokale Ekzemschübe, ähnlich wie am Körper oder Gesicht, die durch ständige Handbelastung besonders auffallen – Tippen auf der Tastatur oder Griffe fallen dann schwer.
Was verursacht Handekzem?
Schübe entstehen oft durch Kontakt mit Reizstoffen. Hände berühren täglich vieles Irritierende. „Händewaschen verschlimmert es, da Wasser die Haut austrocknet und reizende Kontaktdermatitis auslöst. Reiniger und Alkohol in Desinfektionsmitteln tragen bei“, sagt King. „Es ist weit verbreitet, weil wir Hände häufiger waschen.“
Warum nur manche betroffen sind? „Handekzeme werden durch Genetik und Umwelteinflüsse ausgelöst, Kontaktallergene und Reizstoffe verschlimmern sie“, ergänzt Kosmetikerin Josie Holes von SKINNEY Medspa in New York. Manche sind genetisch prädisponiert.
Handekzem lindern und Schübe vorbeugen
Es gibt keine Heilung, aber effektive Maßnahmen mildern Symptome und stärken die Hautbarriere.
1. Sanfte Seifen und Desinfektionsmittel wählen
Händehygiene ist essenziell, doch bei empfindlicher Haut aggressiv. „Vermeiden Sie austrocknende Stoffe wie Alkohol in Desinfektionsmitteln oder scharfe Reiniger“, rät King. Greifen Sie zu Produkten mit Glycerin, Aloe Vera, kolloidalem Hafer oder Butter.
2. Nach jedem Waschen eincremen
Tragen Sie direkt nach dem Waschen eine pflegende Handcreme auf. „Feuchtigkeit so oft wie möglich spenden, um Lipide zu regenerieren und gesunde Hautflora zu fördern“, empfiehlt Dermatologin Whitney Bowe, M.D. „Ich creme immer sofort nach, um Inhaltsstoffe einzuschließen, bevor Wasser verdunstet.“
3. Intensiv pflegen und feucht halten
Befeuchtung ist Schlüssel zur Schubprävention. „Ideale Cremes enthalten Feuchthaltemittel (Hyaluronsäure, Glycerin), Weichmacher (Squalan, Fettsäuren, Ceramide) und Okklusiva (Öle, Wachse wie Bienenwachs, Lanolin)“, erklärt King.
Nachts: „Dicke Creme unter Baumwollhandschuhen über Nacht trägt viel bei.“
4. Bei Hausarbeit oder Beruf Handschuhe tragen
Schützen Sie vor Reinigern, heißem Wasser und Abnutzung. „Häufig bei Friseuren, Reinigungskräften, Köchen oder Mechanikern“, sagt Holes.
5. Schübe akzeptieren und behandeln
„Trotz Pflege rechnen Sie mit Schüben durch Erkältungen oder Infektionen“, warnt Dermatologin Latanya Benjamin. Bestehen Sie auf konsequenter Routine.