Als erfahrener Händewäscher wissen Sie: Seife und Wasser sind ideal, Desinfektionsmittel nur unterwegs. Nach dem Trocknen gleich eincremen. Was im Sommer perfekt passt, muss im Winter angepasst werden. Wenn Ihre Hände rissig und schuppig wirken, hier der entscheidende Tipp.
Sie haben es vielleicht schon gehört – merken Sie es sich: Im Winter Hände mit kaltem Wasser waschen.
Warum kalte Wassertemperatur der Schlüssel ist
Einfach erklärt: „Heißes Wasser verdunstet schneller“, erklärt die zertifizierte Dermatologin Purshiva Patel, M.D., Gründerin von Visha Skincare. Ohne sofortige Creme (innerhalb von zwei Minuten, rät Dermatologin Whitney Bowe, M.D.) trocknet die Haut noch stärker aus. Im Winter steigt der transepidermale Wasserverlust – schützen Sie die Feuchtigkeit, vermeiden Sie heißes Wasser.
Heißes Wasser entfernt zudem natürliche Öle und Lipide. Beeinträchtigte Lipidbarriere führt zu Rissen, Schuppen und Juckreiz. Deshalb raten Dermatologen zu lauwarmem Wasser beim Duschen oder Gesichtwaschen – Dampf fühlt sich gut an, Ihre Haut zahlt den Preis. Trockene Luft schwächt die Barriere bereits, verschlimmern Sie es nicht.
Auch bei häufigem Händewaschen (empfohlen!) kühles Wasser wählen. Heißes tötet nicht besser Bakterien – entscheidend ist die Seife. Die CDC bestätigt in ihren Händewaschrichtlinien: „Wassertemperatur beeinflusst Mikrobenentfernung nicht.“
Nutzen Sie eine milde, feuchtigkeitsspendende Seife und spülen Sie mit Raumtemperatur- oder lauwarmem Wasser. Ihre Hautbarriere dankt es mit glatter, schuppenfreier Haut.
Das Wichtigste im Überblick
Händewaschen ist Pflicht – besonders jetzt. Kaltes Wetter belastet die Hautbarriere. Vermeiden Sie heißes Wasser, wählen Sie sanfte Seife und cremen Sie nach. Die Risse sollten schnell nachlassen.