Bevor Sie frustriert aufstöhnen: Das Entwirren der Haare muss kein mühsames und schmerzhaftes Ritual sein. Auch bei lockigem oder verheddertem Haar gelingt es mit den passenden Produkten und Techniken mühelos.
Beim nächsten Mal, wenn Knoten und Verwicklungen Sie plagen, beachten Sie diese Tipps von erfahrenen Friseurprofis. Sie sparen Ihnen nicht nur Zeit, sondern schützen auch Ihr Haar vor Schäden.
1. Verwenden Sie ein schützendes Entwirrspray oder -Conditioner.
Ein klassischer Rat, der aber essenziell ist: Greifen Sie zu einem Entwirrer – von leichten Sprays bis zu cremigen Leave-ins. Diese Produkte umhüllen jede Haarsträhne mit einer feuchtigkeitsspendenden Schicht aus Nährstoffen und Emollienten. Sie erleichtern das Gleiten und schützen die Schuppenschicht vor Reibung beim Bürsten.
2. Wählen Sie die passende Bürste für Ihren Haartyp.
Nicht jede Bürste eignet sich zum Entwirren. Spezialisierte Modelle machen den Unterschied. Unsere Empfehlungen:
- Breitzahnkamm. Ideal für alle Haartypen, da die breiten Zähne Knoten lösen, ohne zu reißen oder zu verhakken.
- Nassbürste. Perfekt zum Entwirren unter der Dusche – ein Favorit unter Profi-Friseuren.
- Paddelbürste. Für glattes Haar die einfache und effektive Wahl.
3. Lösen Sie hartnäckige Knoten mit den Fingern.
Für volle Entwirrung ist eine Bürste top. Bei störrischen Knoten legen Sie sie aber beiseite und arbeiten mit den Fingern: Sie navigieren präzise durch die Verfilzungen, ohne das Haar zu strapazieren.
Faith Huffnagle, Ausbildungsleiterin bei Prose, rät: „Statt aggressiv mit Kamm oder Bürste vorzugehen, sprühen Sie Leave-in oder Entwirrer direkt in den Knoten und massieren Sie ihn sanft mit den Fingern, bis er sich löst.“
Sättigen Sie bei Bedarf mit mehr Produkt (oder Conditioner in der Dusche) und arbeiten Sie geduldig weiter.
4. Starten Sie an den Spitzen und arbeiten Sie sich hoch.
Ein Goldwert-Tipp: Nie von der Wurzel zur Spitze bürsten! Beginnen Sie unten, lösen Sie Verwicklungen schrittweise und steigen Sie langsam auf. So vermeiden Sie Ziehen und Bruch.
5. Setzen Sie auf seidene Accessoires zur Vorbeugung.
Der beste Schutz: Verwicklungen gar nicht erst entstehen lassen. Miko Branch, Mitgründerin von Miss Jessie's Original, empfiehlt Seide oder Satin: „Schlafen Sie mit Kissenbezug, Kopftuch oder Mütze aus diesen Materialien. Sie reduzieren Reibung, bewahren natürliche Öle und verhindern Bruch sowie Verfilzungen.“
Auch tagsüber: Seidene Haargummis und Schals minimieren Knoten im Vergleich zu herkömmlichen Varianten.
6. Entwirren Sie zum richtigen Zeitpunkt – je nach Haartyp.
Haare sind individuell, daher variiert der beste Ansatz. Glattes oder welliges Haar entwirren Sie trocken: Nasses Haar ist elastischer und brüchiger, wie Haarpflegeexperte Clay Nielsen erklärt.
Locken hingegen brauchen Feuchtigkeit: „Bürsten Sie Locken nie trocken. Waschen Sie mit warmem Wasser, spülen Sie gründlich, tragen Sie Conditioner auf und entwirren Sie sanft mit Fingern oder Breitzahnkamm“, rät Branch.
7. Pflegen Sie Ihr Haar täglich mit Feuchtigkeit.
Halt Feuchtigkeit hoch: Seren und Conditioner mit Emollienten, Nährstoffen und Vitaminen machen Haare geschmeidig und knotensicher. Sie versiegeln die Schuppenschicht, reduzieren Bruch und erleichtern das Kämmen.
8. Schneiden Sie regelmäßig – vierteljährlich.
Schäden ziehen weitere nach sich. Zerfranste Enden verfilzen leichter. Jenni Nguyen von Prep & Foxx in Philadelphia empfiehlt: „Vierteljährliche Trims verhindern, dass Spliss hochkriecht und das Haar weiter schädigt.“