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7 Prominente verraten ihre Haarpflege-Rituale: So stärken Haare das Selbstbewusstsein

Haare sind ein zentraler Identitätsmarker, der Stil, Haltung und sozialen Status signalisiert – ganz ohne Worte. Nach Jahren der Anpassung an gesellschaftliche Erwartungen feiern sie nun ihre individuelle Freiheit. „Haare sind extrem wichtig, besonders für People of Color“, erklärt DJ und Kreative Honey Dijon. „Wir haben etwas, das uns unterdrückt hat – unser natürliches, gelocktes Haar – in eine Kunstform verwandelt.“

Für Parfümeurin Maya Njie war das Aufwachsen als gemischtrassiges Kind in Schweden mit afro-typischen Haaren eine Herausforderung: Wenige passende Produkte, und niemand kannte sich mit ihrer Lockenstruktur aus. In London brach sie schließlich alles ab – eine befreiende Entscheidung. Heute setzt sie auf Kopfhautpflege mit feuchtigkeitsspendenden Ölen wie Jojoba, Kokosnuss und Baobab sowie ihrer eigenen Duftmischung aus ätherischen Ölen von Bergamotte, Neroli und Ylang-Ylang.

Selbstpflege gewinnt in der Haarroutine an zentraler Bedeutung: Kopfhautmassagen, Bürsten und Conditioner wirken therapeutisch und schonend.

So pflegen Sie Ihre Haare selbstbewusst und gesund

Wie die Haut spiegeln Haare Stress und hormonelle Schwankungen wider – durch Ausdünnung, Haarausfall oder Glanzverlust. Auch Ernährung und Lebensstil spielen eine Rolle. Bei Problemen prüfen Sie Schlaf, Proteinzufuhr und Entspannung. Gua Sha, eine traditionelle chinesische Technik, fördert die Kopfhautdurchblutung: Platzieren Sie einen Gua-Sha-Kamm mittig am Haaransatz und streichen Sie sanft zum Nacken.

Kopfhautpeelings und tägliches Bürsten sind weitere Wohlfühlrituale. Empfehlenswert: Die belebenden Peelings von The Body Shop und Christophe Robin sowie handgefertigte Kämme von Crown Affair, gegründet von Dianna Cohen für eine ganzheitliche Haarpflege.

Haarpflege stärkt – Marken passen sich an

Lange mussten Frauen of Color westliche Standards nachahmen und dabei ihre natürlichen Locken schädigen. Neue Marken wie Pattern Beauty, Dizziak und Bouclème – von Lockenträgerinnen gegründet – restauren mit sanften, hydratisierenden Formeln ohne Sulfate.

Chāmpo (ausgesprochen shar-pour, heißt auf Hindi „Muskeln kneten“) verbindet ayurvedische Prinzipien mit moderner Technik für Geist und Balance. Perfekt zum Trend „Co-Washing“: Conditioner mit milden Reinigern ersetzen Shampoo, um Öle zu erhalten – ideal für trockenes Haar.

Pflegeöle erobern die westliche Haarpflege. Künstlerin Arpana Rayamajhi schwört darauf, wie in Nepal üblich: „Von Oliven- über Senf- und Mandöl bis Amlaöl aus der indischen Stachelbeere.“

Massagetherapeutin Ryoko Hori empfiehlt Tsubakiöl aus Kamelienkernen – das Geheimnis der glänzenden Sumo-Frisuren. Als Leave-in nach dem Trocknen einarbeiten.

Schuhdesignerin Mari Giudicelli verteilt Reste von Costa Brazil Körperöl in ihre air-dried Wellen – minimaler Aufwand, maximaler Effekt.

Öle boosten auch Brauen und Wimpern: Wellness-Coach Isa-Welly Locoh-Donou nutzt Rizinusöl mit Vitamin E in einer alten Mascara-Tube: „Seit Monaten seidigere Wimpern.“

Graue Haare: Verstecken oder feiern?

Inmitten des Hypes um natürliche Pflege: Grau kaschieren oder annehmen? Altersdiskriminierung bleibt real, teure Färbungen Standard. „Haare zeigen Frauen-Selbstbewusstsein“, sagt Boutique-Inhaberin Linda V. Wright in den 70ern. „Grau werden ist ein Privileg!“

Sie ließ bei David Mallet in Paris superkurz schneiden und Grau wachsen, bis es dominant war – dann Hochsteckfrisur mit Leonor Greyl-Produkten: „Nie bereut.“

Angepasst von Face Values: The New Beauty Rituals and Skincare Secrets von Navaz Batliwalla, Illustrationen von Shira Barzilay. Nachdruck mit Genehmigung von Laurence King Publishing © 2021. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Auszugs darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder nachgedruckt werden.