Ein Körperöl selbst herzustellen lohnt sich: Sie bestimmen Duft und Pflegewirkung individuell. Als Kosmetikexpertin mit jahrelanger Erfahrung in natürlicher Pflege zeige ich Ihnen, wie Sie hochwertige Öle einfach zu Hause machen – rein, nachhaltig und hautverträglich.
Körperöl selbst machen mit nur zwei Zutaten
Im Drogeriemarkt finden Sie unzählige Körperöle, oft mit synthetischen Duftstoffen belastet. Selbst hergestellt geben Sie die volle Kontrolle: Nur die Inhaltsstoffe, die Ihrer Haut guttun. Wählen Sie Bio-Öle, um Rückstände wie Pestizide zu vermeiden. Die Basis ist ein kaltgepresstes Pflanzenöl als Trägeröl.
Grundsätzlich reichen zwei Zutaten:
- Pflanzenöl für die Körperpflege: Passend zu Ihrem Hauttyp. Für trockene Haut eignen sich Mandelöl oder Olivenöl. Bei fetter Haut ziehen Jojobaöl oder Distelöl schnell ein, ohne Film.
- Frische Pflanzenteile für ein Mazerat oder ätherisches Öl: Für natürlichen Duft. Mazerate lösen Aromen durch Ölauszug; ätherische Öle entstehen per Destillation und wirken in der Aromatherapie auf Gemüt und Wohlbefinden.
Mischen Sie Trägeröl mit verschiedenen ätherischen Ölen für eine personalisierte Palette: Rosenöl im Winter für Wärme, Lavendelöl im Sommer für Frische oder Rosmarinöl nach dem Sport gegen Verspannungen.
Tipp: Abfüllen in gereinigte Saftflaschen spart Ressourcen – spülen Sie sie gründlich mit kochendem Wasser aus.
Grundprinzip: Körperöl durch Mazeration herstellen
Mazerate extrahieren wertvolle, fettlösliche Inhaltsstoffe aus Pflanzen – ideal mit Gartenkräutern wie Lavendel oder Rosmarin. Das Verfahren erfordert Geduld, gewährt aber volle Transparenz.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Füllen Sie ein sauberes Schraubglas zu einem Drittel mit frischen Pflanzenteilen und gießen Sie Trägeröl auf, bis es randvoll ist.
- Verschließen und zwei Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen, gelegentlich schütteln.
- Durch ein Baumwolltuch abseihen – keine Rückstände, um Verderb zu vermeiden. In Flaschen umfüllen; Haltbarkeit ca. ein Jahr.
Hinweis: Mazerate enthalten ätherische Öle nur gering konzentriert, duften milder als mit reinem ätherischem Öl.
Grundprinzip: Körperöl mit ätherischem Öl mischen
Für schnelle Zubereitung und intensiven Duft: Fertiges ätherisches Öl verwenden.
- Trägeröl in Flasche füllen, 1–2 % ätherisches Öl hinzutropfen (ca. 25–50 Tropfen auf 100 ml; 25 Tropfen ≈ 1 ml).
- Gut verschließen und schütteln.
Antistress-Körperöl aus Rosenblättern
Rosenöl entspannt Körper und Geist – Studien bestätigen Linderung von Angst und Stress, was gestresster Haut (Rötungen, Rauheit) zugutekommt. Ideal nach dem Bad oder bei Hand- und Fußmassage.
Für Mazerat: Duftende Bio-Rosenblüten einlegen. Alternativ: Rosenessenz oder ätherisches Rosenöl mischen.
Lavendel-Körperöl als Insektenschutz
Ätherisches Lavendelöl beruhigt (Apotheken-Umschau) und fördert Schlaf – perfekt abends. Zudem wehrt es Insekten ab.
- Mazerat aus frischen Blütenständen oder ätherisches Öl mischen.
Zitroniges Körperöl aus Schalen
Verwerten Sie Bio-Zitronenschalen für frisches Zitronenöl – insektenscheuchend und antioxidativ (Studie zu Anti-Aging-Potenzial).
Achtung: Phototoxisch in hoher Konzentration – verdünnt sicher, aber bei Sonne meiden. 2–3 Schalen in Streifen für Mazerat; alternativ fertiges Öl.
Körperöl gegen Muskelkater mit Rosmarin
Entkrampfend und muskelentspannend (Studie zu Schmerzlinderung). Nach Sport einmassieren.
Gehackte frische Triebe mazerieren.
Körperöl mit Kaffeebohnen
Geröstete Bohnen (zerbrochen) liefern ätherisches Kaffeeöl mit Linolsäure, Palmitinsäure und Oleinsäure (DocCheck: gegen Reizungen, Altersflecken).
Tipp: Vorher Kaffeesatz-Peeling für Durchblutung, dann Öl für Geschmeidigkeit.