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Nagelhaut pflegen: Bewährte Tipps gegen Trockenheit und Risse für gesunde Nägel

Die Pflege der Nagelhaut erfordert wenig Aufwand, belohnt Sie jedoch mit gesunden, gepflegten Nägeln. Als Kosmetikexpertin erkläre ich, worauf Sie achten sollten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Gut gepflegte Nagelhaut fördert das gesunde Wachstum von Fingernägeln und Fußnägeln. Die Nägel wachsen aus dem Nagelbett, der sensiblen Wachstumszone, heraus. Dabei verhorne die Zellschicht und bildet die Nagelplatte. Die Nagelhaut schützt diese empfindliche Zone am Nagelrand.

Wichtig: Schneiden Sie die Nagelhaut nicht ab. Sie verhindert Pilzbefall und schützt vor Bakterien.

Für die tägliche Pflege reichen wenige bewährte Hilfsmittel:

  • Ein spezielles Rosenholzstäbchen – ideal, um die Nagelhaut sanft zurückzuschieben.
  • Nagelhautentferner oder Seifenlauge – weicht dicke, feste Nagelhaut auf. Alternativ: Ein Bad in Seifenwasser.
  • Nagelschere oder NagelhautzangeAchtung: Nur für eingerissene Stellen verwenden. Abreißen birgt Infektionsrisiken und führt leicht zu Wunden.
  • Nagelöl oder Nagelcreme – pflegt die Haut abschließend.

Erhältlich in Parfümerien oder Drogeriemärkten – das ideale Equipment für Ihre Maniküre.

Nagelhaut pflegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Regelmäßige Pflege macht die Nagelhaut weich und leicht zurückschiebbar, ohne dass sie am Nagel haftet oder über die Platte wächst. Integrieren Sie sie idealerweise in Ihre Nagelroutine.

1. Nagelhaut zurückschieben

Das Rosenholzstäbchen ist Ihr Schlüsselwerkzeug: Die flache Seite schiebt sanft zurück, das spitze Ende löst festhängende Stellen. Vorsicht: Vermeiden Sie Druck auf das Nagelbett, um Dellen im Nagel zu verhindern.

2. Eingerissene Nagelhaut behandeln

Schneiden Sie Fetzen mit einer sauberen Schere oder Zange ab. Bei Rötung oder Entzündung: Reinigen mit feuchtem Tuch und entzündungshemmende Salbe wie Kamillensalbe auftragen.

3. Eincremen

Abschließen mit Nagelcreme aus pflanzlichen Ölen oder purem Pflanzenöl. Massieren Sie sanft ein, ohne starken Druck. Fettsäuren wie Linolsäure binden Feuchtigkeit und verhindern Risse.

Für jeden Hauttyp geeignet: Aprikosenkernöl, Nachtkerzenöl oder Mandelöl. Bei extremer Trockenheit: Olivenöl.

Hartnäckige Nagelhaut: So weichen Sie sie auf

Bei fester, dicker Nagelhaut: Vorbehandlung mit Nagelhautentferner oder Seifenbad für Weichheit.

Nagelhautentferner – alkalisch (pH-Wert bis 12 durch Kalium- oder Natriumhydroxid), enthält oft Pflegeöle wie Mandelöl. Anwendung:

  1. Auftragen auf betroffene Stellen.
  2. 2–3 Minuten einwirken lassen (trocknet an).
  3. Mit Rosenholzstäbchen zurückschieben und pflegen.

Biokosmetik-Alternativen existieren, basieren aber auf ähnlichen Inhaltsstoffen. Nachhaltiger: Hausgemachte Seifenlauge.

Benötigt:

  • Kleine Schale (Finger) oder Schüssel (Fußbad).
  • Lauwarmes Wasser.
  • Stück Seife (keine pH-neutralen Syndets).
  1. Seife einweichen, Wasser angießen und kneten für intensive Wirkung.
  2. 5–10 Minuten baden, abtrocknen.
  3. Pflege wie oben fortsetzen.

Trockene Nagelhaut: Ursachen und Prävention

Rissige Nagelhaut signalisiert strapazierte Hand- oder Fußhaut. Häufige Ursachen:

  • Reinigungsmittel – Tenside neutralisieren den sauren Hautschutzfilm (pH 5). Alkohol in Desinfektionsmitteln verstärkt Trockenheit.
  • Wetterfaktoren – Kaltwind, Sonne, trockene Luft. Pflegen Sie mit feuchtigkeitsspendender Lotion und Handmassage.
  • Nagellackentferner – Aggressiv; wählen Sie acetonfreie Varianten mit Ölen. Pausen ohne Lack sind am besten.
  • Nährstoffmangel – Vitamine A, B, C, D, E essenziell. Ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüssen heilt und vorbeugt.