Als erfahrene Haarpflegerinnen wissen wir: Hitzeschutz soll bei Föhnen, Glätten oder Locken Schäden wie Spliss und Bruch verhindern. Doch viele Produkte bergen Risiken. Hier die wichtigsten Gründe, warum Sie zweimal nachdenken sollten – basierend auf unseren Tests und Analysen.
Beim Styling mit Hitze tragen viele Hitzeschutz auf, Friseure empfehlen ihn oft. Er soll vor Spliss und Haarbruch schützen. Bevor Sie investieren, beachten Sie diese Punkte aus unserer langjährigen Praxis.
1. Hitzeschutz enthält oft Silikone
In der Mehrzahl der Produkte – konkret in sieben von zehn von uns getesteten Drogerie-Artikeln – stecken Silikone. Sie umhüllen jedes Haar mit einem Film, der es glatt und glänzend wirken lässt. Langfristig trocknet das Haar jedoch aus und wird brüchig.
Zudem schaden Silikone der Umwelt: Sie sind kaum abbaubar und reichern sich in Gewässern an. Wählen Sie silikonfreie Alternativen oder verzichten Sie ganz.
2. Hitzeschutz für Haare: Hoher Preis, fragwürdige Wirkung?
Haare prägen unser Erscheinungsbild – kein Wunder, dass viele viel in Pflege investieren. Doch Hitzeschutz hält nicht immer, was er verspricht. Anwender sind geteilt, und wissenschaftliche Belege fehlen.
Sparen Sie mit bewährten Hausmitteln: Pflegen Sie mit natürlichen Mitteln für kräftiges Haar, das Hitze besser aushält.
- Haarkur selber machen: 3 natürliche Rezepte
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- Saure Rinse für die Haare: So einfach geht’s
3. Styling mit Wärme verbraucht viel Energie
Föhn, Glätteisen oder Lockenstab verbrauchen reichlich Strom. Tägliches Styling belastet Umwelt und Budget. Probieren Sie schonendere Methoden:
- Abends waschen und lufttrocknen lassen.
- Locken ohne Hitze: Locken machen: Schonende Techniken und Tipps.
- Dauerhafte Glättung beim Friseur.
- Trockenshampoo für extra Tage: Trockenshampoo selber machen: Rezepte mit natürlichen Zutaten.
4. Plastikmüll durch Hitzeschutz
Die Verpackungen aus Plastik – Flaschen und Pumpen – belasten die Umwelt. Reduzieren Sie Plastik mit natürlichen Ölen wie Oliven- oder Kokosöl in Glas. Sie pflegen intensiv, auch nach dem Styling.
- Olivenöl für die Haare: so geht die natürliche Haarpflege
- Kokosöl für die Haare: Tipps für schönes und gesundes Haar
Tipp für den Urlaub: Plastik im Urlaub vermeiden: 8 Tipps für eine plastikfreie Reisezeit.
5. Weniger ist mehr – auch bei Haaren
„Weniger ist mehr“ gilt perfekt für Haare. Überpflege reizt Kopfhaut und trocknet aus. Verzichten Sie auf Hitzeschutz, setzen Sie auf Bio-Shampoo oder reine Wasserpflege. Selbstgemachte Produkte sind ideal.
6. Wenn Hitzeschutz, dann zertifizierte Naturkosmetik
Unerlässlich? Greifen Sie zu zertifizierter Naturkosmetik ohne Silikone oder Mikroplastik. Plastikverpackungen bleiben ein Problem – natürliche Pflege ist nachhaltiger.