Der Begriff "komedogen" wird oft auf Kosmetikverpackungen gelesen, hat aber für viele ein Rätselcharakter. Basierend auf dermatologischen Erkenntnissen erklären wir, was dahintersteckt, und zeigen, wie Sie hautfreundliche Produkte auswählen.
Komedogen: Die Bedeutung des Begriffs
Haben Sie sich schon gefragt, was "nicht komedogen" auf Ihrer Hautcreme bedeutet?
Hersteller signalisieren damit, dass keine Inhaltsstoffe enthalten sind, die Mitesser auslösen könnten. "Komedogen" leitet sich vom medizinischen Fachbegriff "Komedo" für Mitesser ab. Laut Enzyklopädie der Dermatologie entstehen Mitesser durch Verstopfung der Talgdrüse, in der sich Hauttalg ansammelt. Entzündet sich dies, folgen eitrige Pickel.
Verantwortlich dafür kann unter anderem Ihre Creme sein: Die Apotheken Umschau beschreibt, wie fetthaltige Formulierungen einen Film auf der Haut bilden. Bei trockener Haut schützt dies vor Feuchtigkeitsverlust. Bei hoher Talgproduktion oder empfindlicher Haut fördern sie jedoch Mitesser.
Achtung: "Nicht komedogen" hilft nicht zwingend bei entzündeten Pickeln. Dazu benötigen Sie Arzneimittel mit antibakteriellen Wirkstoffen – eine nicht-komedogene Creme muss das nicht sein.
Komedogene Stoffe: Diese Inhaltsstoffe meiden
Meist sind Fette und Öle in Pflegeprodukten die Übeltäter. CodeCheck listet typische komedogene Stoffe in Kosmetika auf:
1) Mineralöle: Dazu zählen Silikone, Vaseline oder Paraffin.
- Sie können selbst bei unproblematischer Haut Mitesser provozieren.
- Mineralöle basieren auf Braunkohle oder Erdöl, deren Gewinnung umweltschädlich ist und energieintensive Verarbeitung erfordert.
- Vermeiden Sie Rückstände wie aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH), die potenziell krebserregend sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) duldet sie in Kosmetika nur in Spuren bei Hautkontakt.
Auch natürliche Inhaltsstoffe können komedogen wirken. CodeCheck nennt:
2) Tierische Fette: Lanolin (Wollfett).
3) Pflanzliche Fette und Öle: Palmöl, Kokosöl, Kakaobutter, Erdnussöl, Maiskeimöl oder Olivenöl.
Komedogene Kosmetik: Auswirkungen auf Ihren Hauttyp
Die Komedogenität hängt vom Hauttyp ab. Olivenöl und Kokosöl eignen sich für trockene Haut.
Bei fetter Haut oder Akne-Neigung verschlimmern sie Unreinheiten. Besser: Nicht-komedogene Alternativen wie Arganöl, Sheabutter oder Jojobaöl, wie CodeCheck empfiehlt.
Tipp: Regionales Hanföl ist nicht komedogen. Sein hoher Linolsäure-Gehalt – ein Bestandteil von Hautzellen – sorgt für schnelle Absorption ohne Fettfilm.
Komedogen vermeiden: So finden Sie passende Kosmetik
Nicht nur Gesichtscremes: Auch Körperlotionen, Sonnenschutz oder Make-up können komedogen sein.
- Körperlotion
- Sonnenschutzcreme
- Dekorative Kosmetik wie Puder und Makeup
Bei empfindlicher oder fetter Haut reicht die Herstellerangabe "nicht komedogen" nicht aus – es gibt keine gesetzliche Definition dafür.
Prüfen Sie Inhaltsstoffe und nutzen Sie Apps wie CodeCheck. Viele Naturkosmetik-Produkte verzichten auf Mineralöle, doch der Begriff ist ungeschützt. Sicherer: Zertifizierungen wie Nature oder BDIH.