DeuAq.com >> Leben >  >> Schönheit & Stil

Der Paithani-Sari: Traditioneller Favorit der Frauen in Maharashtra

Der Paithani-Sari: Traditioneller Favorit der Frauen in MaharashtraIm April erstrahlt die klassische traditionelle Tracht beim hinduistischen Neujahr in Maharashtra – dem Gudi Padwa. Kein Zweifel: Der Star unter den Outfits ist der berühmte Marathmoli Paithani-Sari. Neben seinem eleganten Faltenwurf erobert er auch die Kinderbekleidung: entzückende Parkar-Polka (marathische Chaniya-Choli) für Mädchen sowie Dhoti-Kurtas für Jungen und Männer.

Kürzlich sogar als Schmuck für den heiligen „Gudi“ gesichtet – kein Wunder, dass er als Königin der Sarees gilt!

Als eine der renommiertesten handgewebten Stoffe Indiens ist der Paithani-Sari für seine exquisite Sarees bekannt. Er entstammt dem Dorf Paithan in Maharashtra, wonach er benannt ist. Die königliche Herkunft zeigt sich in den feinen Webmustern, pflanzlichen Färbemitteln, opulenten Bordüren und zeitlosen Motiven. Statt eines langen Lernwegs durch die Webkunst bieten wir Ihnen einen kompakten Überblick über diesen Schatz.

Zur Orientierung gliedern wir den Paithani-Sari in drei Kernmerkmale:

Bordüren – Sie klassifizieren den Paithani-Typ. Beliebt ist der Morbangadi (Pfau und Armreif), gefolgt vom Munia (nach dem Papagei benannt). Ebenso gefragt: Brokat mit Blumen- und Vogelmotiven.

Große Pallas und Motive – Die eindrucksvollen Pallas (Endstücke) prunken mit golddurchwirkten Mustern wie Lotusblüten, Papageien, Blättern und Pfauen. Authentizität prüfen? Die Motive sind handgewebt und auf Vorder- und Rückseite identisch.

Lebendige Farbwelten – Seidenfäden aus Bangalore werden natürlich gefärbt in Schattierungen wie Vaangi (tiefes Violett), Aboli (heller Pfirsich), Firozi, Morpankhi oder Motia (gebrochenes Weiß). Kett- und Schussfäden erzeugen beim Weben farbige Schattierungen und optische Effekte.

Ort und Weber von Paithan

Der Name leitet sich von Paithan ab, doch heute entsteht der Paithani in Yeola, einem Taluka im Distrikt Nashik in Maharashtra. Yeola ist Indiens einziges Zentrum mit über 1.000 Webstühlen für handgefertigte Paithanis. Die Kunst bleibt Familienerbe: Von Generation zu Generation weitergegeben, lernen Kinder ab 13 Jahren mit.

Garn und Verarbeitung

Aus Naturfasern gefertigt – entgegen mancher Annahme nicht nur Seide, sondern auch reine Baumwolle. Ursprünglich (seit 200 v. Chr.) fein gewobene Baumwolle, später durch königliche Vorliebe mit Kora- oder Shahtoot-Seide bereichert. So wurde der Paithani zur „Königin der Seide“.

Beitrag von Prachi Saraf, Gründerin von Vyusti – Handloom Saris.