Die COVID-19-Pandemie hat unsere Art, Kontakte zu knüpfen und zu feiern, nachhaltig verändert – doch die Begeisterung für Garba ist ungebrochen. In der Navratri-Saison finden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen intime Events mit kleinen Gruppen statt. Viele greifen dabei auf bewährte Stücke aus der eigenen Garderobe zurück oder zaubern handgewebte Stoffe hervor. Handgewebte Schätze von Mama und Oma neu beleben
Bei ihrer Sangeet-Zeremonie vor rund 30 Jahren trug die Mutter der Anwältin Tanya Rathod eine atemberaubende Phulkari-Dupatta. Heute leiht Tanya sie sich für ein Garba-Event aus. „Dieses Jahr gehe ich nur zu einer Party mit Freunden und kombiniere die schwarze Dupatta meiner Mutter mit einem bunten Tanktop und Hose – als One-Shoulder-Top drapiert“, verrät Tanya. Ähnlich hat die Großmutter von Aastha Patil eine umfangreiche Paithani-Sari-Sammlung und leiht gerne heraus. „Durch die Pandemie habe ich Nachhaltigkeit in der Mode entdeckt. Sari trage ich selten, aber Röcke liebe ich. Ich habe den Paithani meiner Großmutter zu einem Lehenga umgewandelt, ergänzt um Crop-Top und Gürtel für einen modernen Look“, erklärt Aastha.
Eigene Kreationen nähen Anchor Megha Thakur besaß Baumwollstoff mit Block- und Dabu-Print. Zusammen mit ihrer Schwester nähte sie daraus ein Unikat. „Wir haben Flicken zusammengesetzt und gota patti-Bordüren für Extra-Charme hinzugefügt – ohne übertriebenen Bling“, teilt Megha mit. Auch Männer setzen darauf: Athlet Mukesh Shukla verwandelte einen ungenutzten indigoblauen Banarasi-Seiden-Sari seiner Mutter in eine stylische Kurta. „Perfekt mit schwarzem Pyjama kombiniert“, sagt er. Schauspielerin Avantika Khattri ergänzt: „Für pure Navratri-Vibes griff ich zu einem Maheshwari-Seiden-Sari von meiner Mutter. Mit besticktem Choli und Jeans entstand ein bequemer, beweglicher Festtagslook."