Was steckt hinter dem Hype um virtuelle Fotoshootings?Als erfahrener Modelfotograf mit internationalen Projekten erkläre ich: Virtuelle Shootings sind die innovative Antwort der Modefotografie auf die Pandemie. Alles wird per Videoanruf geplant, gestylt und umgesetzt – Model und Fotograf bleiben im Lockdown, diskutieren aber intensiv über Licht, Hintergründe, Kostüme, Frisuren und mehr. Pionier ist der italienische Fotograf Alessio Albi, der seit März über seinen Laptop arbeitet. „Er hat virtuelle Fotografie auf Instagram populär gemacht“, bestätigt Allwyn Antony, Fotograf aus Bengaluru, der mit Models aus Südafrika und Polen kooperiert hat.
Wer setzt bereits darauf?
Supermodels wie Bella Hadid führen vor. In Indien heizen Ananya Panday, Dayana Erappa, Hansika Motwani, Anna Ben, Jacqueline Fernandez und Harish Kalyan ein. „Ich mache täglich zwei solcher Shootings. Bella Hadid hat mich inspiriert“, teilt Abhishek Golecha aus Mumbai mit. Er fotografiert nun bequem von zu Hause Models aus Italien, Brasilien und Malaysia.
So funktioniert ein virtuelles Shooting:
Der Schlüssel liegt im perfekten Winkel. „Ich bespreche mit dem Model Hintergrund, Garderobe und Frisur. Das Handy des Models wird optimal positioniert, und ich schieße Live-Bilder über eine spezielle App“, beschreibt Abhishek den Prozess präzise.
Ist das die Zukunft der Fotografie?
Definitiv ein Ausblick darauf. Allwyn plant, auch nach Lockdown-Ende weiterzumachen. Andere wie Linsenspezialist Vasanth Saravanan aus Chennai betonen den menschlichen Faktor: „In solchen Zeiten wird es zu einer konstruktiven Herausforderung.“