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EWG-Leitfaden 2020 zu Sonnenschutzmitteln: 6 essenzielle Tipps vor der Anwendung

Obwohl die Welt derzeit auf den Kopf gestellt scheint, naht der Sommer unaufhaltsam. Auch wenn Grillpartys und Strandtage anders aussehen, strahlt die Sonne weiterhin intensiv – selbst durch Ihr Schlafzimmerfenster. Gerade rechtzeitig zum Start der Sommersaison veröffentlicht die Environmental Working Group (EWG) ihren 14. jährlichen Leitfaden zu Sonnenschutzmitteln. Darin bewerten Experten über 1.300 SPF-Produkte und analysieren aktuelle Forschungen, um Verbrauchern Orientierung auf dem boomenden Markt zu bieten.

Wenn Sie sich mit Sonnenschutz auskennen, stoßen Sie auf vertraute Themen. Dennoch lohnt sich eine Auffrischung. Hier die zentralen EWG-Empfehlungen für 2020, basierend auf fundierter Recherche:

1. Besserer UVA-Schutz ist gefragt

Grundlagen-Refresh: Wirksame Sonnenschutzmittel blocken sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen. UVA-Strahlen dringen tiefer ein, schädigen Kollagen und fördern Lichtalterung. Der SPF-Wert bezieht sich primär auf UVB, nicht zwingend auf UVA – ein Mangel in den USA, wie EWG-Forschungsanalystin Carla Burns erklärt. Europäische Standards sind strenger und fordern ausgewogenen Schutz. Im Leitfaden 2020 entsprechen nur 30 % der US-Produkte diesen Kriterien. Die EWG fordert proportionalen UVA-Schutz und empfiehlt Produkte mit ausgewogenem Profil (siehe unsere Auswahl unten).

2. Oxybenzon meiden

Die FDA stuft nur Zinkoxid und Titandioxid als sicher ein; 12 weitere Inhaltsstoffe brauchen Nachweispflicht. Oxybenzon, in über 40 % nicht-mineralischer Produkte, gilt als endokriner Disruptor. Es beeinflusst Hormone, wird stark absorbiert und taucht in Blut, Urin und Muttermilch auf – besonders riskant für Kinder. Wählen Sie mineralische Alternativen.

3. SPF-Zahlen klug interpretieren

SPF 100 schützt nicht doppelt so gut wie SPF 50; der Mehraufwand ab SPF 50 ist minimal, warnt die FDA. Höhere Werte vermitteln falsche Sicherheit und führen zu seltenerem Nachcremen. Burns betont: „Höherer LSF bedeutet nicht automatisch besseren Krebs- oder Brand-Schutz. Tragen Sie immer alle 2 Stunden nach!“

4. Vorsicht bei Sprays und Pulvern

Sprays sind praktisch, bergen Risiken: Nanopartikel können eingeatmet werden. Bei Pulvern mit Nicht-Nano-Zinkoxid oder Titandioxid fehlt oft die ausreichende Menge für vollen Schutz. Eine richtige Anwendung erfordert ca. 1 Unze (Schnapsglas) pro Körper. Lotionen gewährleisten verlässlichen Schutz, raten EWG-Experten.

5. Antioxidantien nützlich, aber achtsam einsetzen

Antioxidantien wie Vitamin C oder E in Sonnenschutzmitteln reduzieren Entzündungen – gut, solange sie Warnsignale nicht maskieren. Sonnenbrand signalisiert Überstrahlung; Antioxidanten dämpfen Rötung, ohne den Schaden zu stoppen. Burns: „Nachcremen Sie alle 2 Stunden, auch ohne sichtbare Reaktion.“

6. Kein Vitamin A im Sonnenschutz

Retinol (Vitamin A) erhöht die Sonnenempfindlichkeit – nur abends verwenden. EWG warnt vor Retinolpalmitat in SPF-Produkten: Es kann Tumorwachstum auf bestrahlter Haut beschleunigen. Tagsüber Vitamin-A-Produkte strikt mit LSF kombinieren.

So schützen Sie Ihre Haut optimal

Bei chemischen Filtern: Avobenzon für starken UVA-Schutz wählen (Stabilisator beachten). Ideal: Mineralische mit Zinkoxid/Titandioxid – nun ohne Weißcast. Lotionen/Stifte bevorzugen, dick auftragen, alle 2 Stunden erneuern. „Persönliche Vorlieben zählen“, sagt Burns. 180 EWG-konforme Produkte existieren – hier unsere Top-Picks:

Empfohlene Produkte:

Burt's Bees Baby-Sonnencreme SPF 30 – 11,99 $

Beautycounter Countersun Mineralische Sonnenschutzlotion SPF 30 – 39 $

La Roche-Posay Anthelios Sanfte Mineral-Sonnenschutzlotion LSF 50 – 29,99 $

Supergoop! Ungesehener Sonnenschutz SPF 40 – 34 $