Beim Entschlüsseln von Zutatenlisten auf Schönheitsprodukten stoßen Sie oft auf unbekannte Stoffe wie Cetearylalkohol. Doch selbst gängige Begriffe wie natürlich oder hypoallergen können verwirren. Die FDA regelt viele dieser Ausdrücke nicht streng, weshalb in der Clean-Beauty-Szene Unklarheiten entstehen. Als Kosmetikexperten mit jahrelanger Branchenerfahrung erklären wir den Unterschied zwischen "vegan" und "tierversuchsfrei".
Beide Begriffe klingen ähnlich, unterscheiden sich aber grundlegend. Lesen Sie weiter, um fundierte Kaufentscheidungen zu treffen.
Vegan
Vegane Schönheitsprodukte enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe. Viele vegane Marken sind auch tierversuchsfrei, doch "vegan" allein bezieht sich nur auf die Formel. Es garantiert nicht, dass keine Tiertests durchgeführt wurden.
Zu gängigen tierischen Inhaltsstoffen: Kollagen stammt aus tierischen Proteinen. Honig wirkt entzündungshemmend, ist aber für Veganer tabu. Dasselbe gilt für Bienenwachs und Karmin, einen roten Farbstoff aus Käfern, der Lippenstiften Glanz verleiht. Milchsäure kann vegan sein, wenn sie aus pflanzlichen Quellen wie Sauerteig oder Sauerkraut gewonnen wird.
Tierversuchsfrei
Tierversuchsfreie Produkte werden nicht an Tieren getestet. Sie dürfen tierische Inhaltsstoffe wie Honig oder Bienenwachs enthalten, solange der Testprozess tierfrei ist.
Achten Sie auf Details: "Tierversuchsfrei" gilt oft nur für das Endprodukt, nicht für Zutaten. Tests können auf Inhaltsstoffebene erfolgen. Suchen Sie nach Zertifizierungen wie Leaping Bunny oder PETA, die Tierversuche in allen Phasen – inklusive Lieferkette – verbieten.
Zusammenfassung
"Vegan" und "tierversuchsfrei" sind nicht austauschbar. Ideal sind Produkte mit beiden Kennzeichnungen. Vegan bedeutet nicht automatisch clean – synthetische Formeln können vegan sein. Prüfen Sie Etiketten sorgfältig, unsere Tipps erleichtern es Ihnen.