Nach intensivem Training oder einem Spaziergang an einem heißen Tag spüren viele einen unangenehmen, stechenden Geruch unter den Achseln. Kein Wunder, dass der Markt für Schönheits- und Pflegeprodukte boomt – niemand möchte unangenehm riechen.
Forscher haben nun die Ursache geklärt: Ein spezielles Enzym im einzigartigen Mikrobiom der Achseln ist verantwortlich. Unsere Haut beherbergt Billionen von Bakterien, Pilzen und Mikroben – das sogenannte Mikrobiom –, die eine Schlüsselrolle für eine gesunde Hautbarriere spielen und zu einem optimalen Hautgefühl beitragen.
Manchmal gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus dem Takt. Dann kann es zu Problemen kommen – wie dem unangenehmen Geruch unter den Achseln.
Was die neue Studie zeigt und warum sie bedeutsam ist
Die im Fachjournal Scientific Reports veröffentlichte Studie identifizierte das Enzym in den Bakterien Staphylococcus hominis. Beim Schwitzen setzt es die charakteristischen B.O.-Geruchsmoleküle frei.
Warum ist das entscheidend? Ein besseres Verständnis der Ursache ermöglicht gezielte Maßnahmen zur Verhinderung.
„Die Aufklärung der Struktur dieses ‚B.O.-Enzyms‘ ermöglicht es uns, den molekularen Prozess in bestimmten Bakterien zu verstehen, der die Geruchsmoleküle erzeugt“, erklärt Co-Erstautorin Michelle Rudden, Ph.D., aus der Arbeitsgruppe von Professor Gavin Thomas am Institut für Biologie der University of York. „Dieser Durchbruch verbessert unser Wissen über Körpergeruch und ebnet den Weg für Inhibitoren, die die B.O.-Produktion direkt stoppen – ohne das Achselmikrobiom zu schädigen.“
So entstehen intelligentere Deodorants, die das Mikrobiom schonen, Reizungen vermeiden und effektiver wirken. Wer mit herkömmlichen Produkten unzufrieden ist, kann sich auf innovative Formeln freuen.