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Hautpflege richtig auftragen: Einreiben oder einklopfen? Experten geben Klarheit

Bei Beauty-Experten ist die richtige Anwendung von Hautpflegeprodukten ein Dauerthema. Wir haben das wann, wo und warum bereits beleuchtet, doch das wie erfordert eine genauere Betrachtung. Ein klassisches Beispiel: die Debatte zwischen Einklopfen und Einreiben.

Einerseits plädieren Befürworter des Einklopfens dafür, den Druck der Handflächen zu nutzen, um Produkte sanft in die Haut einzuarbeiten – so vermeiden Sie Ziehen und das Vertiefen bestehender Falten. Andererseits schwören Fans des Einreibens auf kreisförmige oder aufwärtsgerichtete Bewegungen, die einen natürlichen Glow von innen erzeugen können, wenn sie korrekt ausgeführt werden.

Wo liegt die Wahrheit in diesem Hautpflege-Streit? Wir haben führende Expertinnen befragt, um die Frage endgültig zu klären.

Sollten Sie Hautpflegeprodukte einklopfen oder einreiben?

Kurze Antwort: Es gibt keinen universellen Sieger. Entscheidend ist Konsistenz und dass es Ihnen Spaß macht. „Wichtiger als die Methode ist, dass Sie dranbleiben und Ihre Routine genießen“, erklärt Kosmetikerin Tami Blake, Gründerin von Free + True. Ob Sie klopfen oder massieren – das liegt bei Ihnen.

Blake selbst setzt auf sanftes Einreiben mit leichtem Druck: Es fördert die Durchblutung und verbessert die Absorption, da Sie das Produkt aktiv einarbeiten. Ihr Tipp: Sprühen Sie währenddessen einen feuchtigkeitsspendenden Toner auf. Der Nebel optimiert die Aufnahme und sorgt für Gleitfähigkeit, ohne an der Haut zu ziehen.

Joanna Vargas, renommierte Kosmetikerin und Gründerin von Joanna Vargas Salons and Skin Care, bevorzugt ebenfalls eine sanfte Massage: „Ich bin keine Fanatin des Klopfens“, sagt sie. Stattdessen lehrt sie aufwärtsgerichtete Bewegungen, die Kreislauf und Lymphsystem anregen. Ideal für einen sofortigen Glow – der Boost der Durchblutung sorgt für Strahlkraft von innen. Wichtig: Immer federleicht arbeiten, um Reizungen zu vermeiden.

Ausnahmen: Augencremes und Gesichtsöle

Während beide Expertinnen grundsätzlich fürs Einreiben sind, machen sie bei sensiblen Produkten Ausnahmen. Zuerst Augencremes: „Ich tupfe oder klopfe sie sehr sanft auf. Die Haut dort ist extrem empfindlich“, warnt Vargas. Die Augenpartie ist die dünnste Haut im Gesicht – selbst leichtes Ziehen kann Mikrorisse und Fältchen verursachen. Blake empfiehlt: „Um den Augenknochen klopfen.“

Auch bei Gesichtsölen rät Blake zum Tupfen: Als letzter Schritt Ihrer Routine „ein paar Tropfen in den Händen erwärmen und einklopfen“. Nach Serum und Creme braucht es selten eine weitere Massage.

Das Wichtigste im Überblick

Zusammengefasst: Es gibt keinen einzigen „richtigen“ Weg, solange Sie sanft und gleichmäßig vorgehen. Eine leichte Massage regt die Durchblutung an und maximiert die Vorteile Ihrer Pflege – Experten lieben das. Für sensible Zonen wie die Augen eignet sich das Einklopfen perfekt.