Haarbruch entsteht durch vielfältige Ursachen. Als Spezialisten für Haargesundheit zeigen wir Ihnen die gängigsten Fehler auf und geben praxisnahe Tipps, um brüchige Haare langfristig zu verhindern.
Viele Menschen kämpfen mit trockenen, brüchigen Haaren. Neben Stress, Medikamenten oder hormonellen Schwankungen schädigen äußere Einflüsse wie aggressives Kämmen, chemische Färbemittel oder ungeeignete Shampoos die Haarstruktur nachhaltig.
Körperliche Veränderungen lassen sich nicht immer kontrollieren, doch mit angepasstem Alltag und gesunder Routine schützen Sie Ihre Haare optimal vor weiteren Schäden.
Fehler 1: Eisenmangel und unzureichende Ernährung
Unser Körper braucht Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente für gesunde Haare. Mangelzustände, insbesondere Eisenmangel, führen zu Brüchigkeit. Wie das Portal Eisenmangel berichtet, ist Haarbruch ein typisches Symptom. Ohne Eisen läuft der Stoffwechsel ins Stocken, Talgdrüsen arbeiten fehlerhaft, Haare werden spröde und können ausfallen.
Tipp: Neben Haarbruch deuten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Schwindel, Blutarmut und Infektanfälligkeit auf Eisenmangel hin.
So gehen Sie vor: Lassen Sie bei Ihrem Hausarzt ein Blutbild erstellen, um Mängel wie Eisen, Vitamin B oder H, Eiweiß oder Kalzium zu erkennen.
Fehler 2: Zu häufiges Waschen und aggressives Abtrocknen
Tägliches Waschen entzieht den Haaren Feuchtigkeit und macht sie spröde. Waschen Sie nur alle 2–3 Tage, um Haarbruch vorzubeugen.
Zusätzlich empfehlenswert: Rubbeln Sie nasse Haare nicht mit einem rauen Handtuch ab – das verstärkt Schäden. Wickeln Sie sie stattdessen sanft in ein altes T-Shirt zu einem lockeren Turban.
Haarbruch-Fehler 3: Falsche Pflegeprodukte
Produkte mit hohem Säuregehalt oder positivem pH-Wert stören das Haargleichgewicht und fördern Brüchigkeit.
So gehen Sie vor: Wählen Sie sulfatfreie, silikonfreie Shampoos mit natürlichen Inhaltsstoffen, Biotin und Vitaminen. Hochwertige Pflege stärkt die Haarstruktur nachweislich.
Haarbruch-Fehler 4: Bürsten nasser Haare
Nasse Haare sind extrem empfindlich und brechen leicht, wenn Sie sie direkt bürsten.
So gehen Sie vor: Kämmen Sie erst, wenn die Haare trocken sind. In Eile: Handtuchtrocknen und Conditioner auftragen für leichtere Kämmbarkeit.
Fehler 5: Strenge Frisuren wie Pferdeschwanz oder Dutt
Tägliche straffe Frisuren erzeugen Zug und Reibung, die die Haarstruktur dauerhaft schädigen.
So gehen Sie vor: Binden Sie lockerer, nutzen Sie breite Stoff- oder Samthaargummis ohne Metall. Variieren Sie Frisuren für Erholungsphasen.
Haarbruch-Fehler 6: Häufiges Färben
Oftes Färben, besonders Blondieren, raubt Feuchtigkeit und macht Haare strohig durch Zerstörung der Pigmente.
So gehen Sie vor: Meiden Sie Blondierungen oder pflegen Sie intensiv nach. Nutzen Sie natürliche Haarfarbe pflanzlicher Basis. Waschen Sie seltener, ergänzen Sie mit Intensivkuren wie Kokosöl oder Weizenkeimöl. Mehr Tipps: Trockenes Haar: Pflegemittel ohne Silikone.
SOS-Kur: Bewährte Hausmittel gegen brüchige Haare
Bei akutem Haarbruch helfen diese natürlichen Remedies:
- Honig-Haarkuren pflegen intensiv. Rezepte: Conditioner selber machen: Rezepte mit Honig und Ei und Haarkur selber machen: 3 natürliche Rezepte.
- Bierwäsche stärkt: Nach dem Ausspülen 200 ml Bier einmassieren, 15 Min. einwirken, ausspülen.
- Heilkräutertees gegen Eisenmangel: Brennnessel, Thymian, Löwenzahn oder Minze mit Zitrone – täglich trinken.