DeuAq.com >> Leben >  >> Schönheit & Stil

Enthaarungscreme: Wirkung, Risiken und bessere Alternativen zur chemischen Haarentfernung

Enthaarungscreme lockt mit schmerzfreier, glatter Haut. Doch wie wirkt diese 'chemische Rasur' wirklich, und welche Risiken birgt sie? Wir klären auf und stellen gesündere Alternativen vor.

Was ist in Enthaarungscreme enthalten?

Die Wirkung von Enthaarungscremes beruht auf starken Chemikalien, die Haare chemisch auflösen. Im Gegensatz zu Waxing, Sugaring oder Epilieren entsteht kein Ziepen – die Haut fühlt sich danach weich an, und Haare wachsen ohne Stoppeln nach.

Die Schlüsselzutaten sind Thioglykolsäure und Natriumhydroxid (Ätznatron). Natriumhydroxid schwächt den natürlichen Säureschutzmantel der Haut ab und lässt Poren aufquellen. Die Thioglykolsäure dringt dann in die Keratinstruktur des Haars ein. Haare bestehen aus verhornten Keratinschüppchen, die durch 'Keratinbrücken' verbunden sind. Diese Brücken werden gelöst, das Haar zerfällt und lässt sich leicht abtragen. Dabei entsteht ein schwefeliger Geruch, der durch Duftstoffe überdeckt wird. Pflegeöle mildern die Ätzung etwas ab. Thioglykolsäure wird auch in Dauerwellen verwendet und kann bei Friseur:innen Hautprobleme verursachen.

Wie wirken diese Chemikalien auf die Haut?

Enthaarungscremes sind für die Haut problematisch. Die Inhaltsstoffe – inklusive Chemikalien und Duftstoffen – dringen tiefer in die oberen Hautschichten ein und können Reizungen oder Kontaktallergien auslösen.

Während und kurz nach der Anwendung quillt die Haut leicht auf, was Glätte vortäuscht. Der Schutzmantel regeneriert sich erst nach etwa 30 Minuten. Kontakt mit Schleimhäuten birgt Verätzungsrisiken. Laut Kosmetikverordnung ist der Thioglykolsäureanteil auf fünf Prozent begrenzt, und großflächige Anwendungen sind ungeeignet. Dennoch wird sie oft für Beine beworben – ein Widerspruch.

Zusätzlich belastet die Creme das Abwasser, das spezielle Reinigungsverfahren erfordert. Unter allen Haarentfernungsmethoden ist Enthaarungscreme die umwelt- und hautschonendste? Nein – hier kommen bessere Optionen.

Statt Enthaarungscreme: Rasieren

Rasieren ist schnell und einfach. Viele Rasierer enthalten jedoch Plastik. Besser: Ein Rasierhobel mit Metallklingen von **Avocadostore** – plastikfrei und nachhaltig. Finger weg von Einwegrasierern wegen des Mülls.

Nachteil: Stoppeliges Nachwachsen. Mehr Tipps:

  • Mit Rasiermesser oder Rasierhobel: So gelingt die Zero-Waste-Rasur
  • Rasierpickel: Tipps zum Entfernen und Vorbeugen
  • Rasurbrand: Hausmittel, die den Schmerz lindern

Epilieren: Langfristig glatt

Epilierer entfernen Haare mit Wurzel durch rotierende Scheiben oder Spiralbänder. Wiederholung alle 10–20 Tage. Haare wachsen langsamer und feiner nach, der Schmerz lässt nach. Geräte halten Jahre, laufen per Strom oder Akku – am Ende Elektroschrott.

Erhältlich in Fachgeschäften oder online bei **Amazon**.

Sugaring: Natürliche Epilation

Beim Waxing klebt Wachs an Haaren und Vliesstreifen, die Müll erzeugen. Sugaring nutzt eine Zucker-Zitronen-Paste – selbst gemacht, umweltfreundlich und hautschonend. Mehr in unserem Guide Sugaring selber machen.

Warum Körperhaare?

Körperhaare leiten Schweiß ab, schützen sensible Zonen. Sie bieten aber auch Bakterien Nahrung für Geruch. Trends wechseln: Von glatt bis natürlich – entscheiden Sie selbst für Ihr Wohlbefinden.