Der RDA-Wert einer Zahnpasta misst, wie abrasiv die enthaltene Putzsubstanz den Zahnschmelz belastet. Als erfahrene Experten für Zahngesundheit erklären wir, warum dieser Wert relevant ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Was der RDA-Wert bedeutet
RDA steht für "Relative Dentin Abrasion" – der relative Abrieb am Dentin. Er bewertet die Schürfendigkeit einer Zahnpasta und hängt von den Putzkörpern ab.
Worauf hängt der RDA-Wert ab?
Putzkörper wie Siliciumdioxid (Silica), Calciumcarbonat oder Natriumbicarbonat entfernen Rückstände, schützen vor Infektionen und verhindern Verfärbungen. Ihre Partikelgröße und -menge bestimmen den RDA-Wert. Hersteller sind nicht verpflichtet, ihn auf der Verpackung anzugeben – fragen Sie bei Bedarf direkt nach.
Früher enthielten viele Pasten Polyethylen als Mikroplastik, das in Körper und Umwelt gelangte. Seit 2014 haben die meisten Hersteller es gestrichen, doch der BUND warnt vor vereinzelten Produkten. Prüfen Sie Inhaltsstoffe sorgfältig. Weitere problematische Stoffe finden sich in Zahnpasta – viele Zahncremes beim Ökotest durchfallen.
Welcher RDA-Wert ist empfehlenswert?
Je höher der RDA-Wert, desto stärker der Abrieb. Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt:
- Werte unter 30: gering abrasiv, Putzwirkung sehr niedrig.
- Werte 30-70: optimal für den Alltag.
- Werte über 100: stark abrasiv, nur gezielt einsetzen. Gesetzliche Obergrenze: 250.
Abrieb hängt auch von Bürste und Putzdruck ab. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten. Entdecken Sie, wie Sie umweltfreundliche und unbedenkliche Zahnpasta selber herstellen können.