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Wimpern färben zu Hause: Vorteile, Risiken und natürliche Alternativen

Das Färben der Wimpern ersetzt die tägliche Mascara und spart wertvolle Zeit. Doch Wimpernfarben bergen Risiken durch problematische Inhaltsstoffe. Als Kosmetik-Expertin teile ich bewährte Tipps für eine sichere Anwendung und natürliche Wege zu vollen Wimpern.

Vorteile des Wimpernfärbens

Volle, dunkle Wimpern rahmen die Augen ein und wirken unverzichtbar. Beim Färben sparen Sie morgens Zeit, da kein Tuschen mehr nötig ist. Selbst natürliche Mascaras enthalten oft umstrittene Stoffe wie Mikroplastik oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und erzeugen Plastikmüll. Wimpernfarbe reduziert beides. Weitere Pluspunkte:

  • Keine Verlauffarbe – ideal bei Hitze oder Sport.
  • Perfekt für Urlaub oder Schwimmen: dunkle Wimpern ohne Make-up.
  • Natürlicher Look ohne "Spinnenbeine" durch zu viel Mascara.
  • Nachfärben nur alle vier Wochen nötig.
  • Verfügbar in Schwarz oder Dunkelbraun, passend zu Ihrer Haarfarbe.

Benötigte Utensilien zum Wimpernfärben

Sie brauchen Wimpernfarbe und passenden Entwickler (Oxidant), oft separat erhältlich. Mischen Sie beide kurz vor der Anwendung, um die chemische Reaktion zu aktivieren. Beachten Sie die Reaktionszeit – nicht zu verwechseln mit der Einwirkzeit auf den Wimpern.

Zubehör, das meist zu Hause vorhanden ist:

  • Kleine Schale aus Porzellan oder Glas zum Anmischen.
  • Stäbchen wie ein Zahnstocher zum Verrühren.
  • Wimpernkamm oder -bürste.
  • Mindestens vier Wattepads und Schere.
  • Fettcreme zum Schutz der Haut.

Kaufen Sie Farbe und Entwickler vom selben Hersteller im Drogeriemarkt oder online, z. B. bei **Amazon**. Vermeiden Sie Komplett-Sets mit unnötigem Plastik – nutzen Sie Ihr eigenes Zubehör.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wimpernfärben

Folgen Sie immer der Herstelleranweisung für Mischverhältnis und Zeiten. Zu wenig Entwickler: Farbe haftet nicht. Zu viel: Reizungen durch Wasserstoffperoxid.

  1. Reinigen Sie Wimpern und Augen gründlich. Bei öligem Reiniger: Nachfetten mit Gesichtswasser.
  2. Vorbereiten Sie Wattepads: Feuchten, halbieren (siehe Anleitung).
  3. Mischen Sie Farbe und Entwickler in der Schale, verrühren.
  4. Tragen Sie Fettcreme um ein Auge auf – Wimpern bleiben trocken.
  5. Abdecken Sie die Unterlidhaut mit feuchtem Wattepad.
  6. Färben Sie ein Auge komplett, dann das andere.
  7. Verteilen Sie die Farbe mit Wimpernkamm, -bürste oder Zahnstocher vom Ansatz abwärts.
  8. Nach Einwirkzeit: Abwischen vom Lidrand weg mit neuem Wattepad.
  9. Nachspülen und zweites Auge wiederholen. Frisch mischen, falls vorgeschrieben.

Stiftung Warentest meldet bei Testpersonen vorübergehendes Tränen der Augen. Vermeiden Sie Kontakt mit der Augeninnenseite.

Allergietest: Tragen Sie angerührte Farbe auf die Armbeuge auf. Rötung oder Juckreiz deuten auf Allergie hin.

Problematische Inhaltsstoffe in Wimpernfarben

Wimpernfarben wirken wie Haarfarben durch chemische Reaktionen.

  • Codecheck kritisiert Sulfate, die die Haut durchlässiger machen und Allergien fördern – Krebspotenzial unklar.
  • Stiftung Warentest warnt vor 1,2,4-Trihydroxybenzol in Heimfarben, das Allergien auslöst.

Empfehlung: Professionelle Färbung beim Friseur. Doch auch Profi-Produkte enthalten PEG-Derivate, Weichmacher und hormonstörende Stoffe wie Toluol-2,5-Diaminsulfat (PTD).

Natürliche Alternativen zum Wimpernfärben

Pflanzliche Öle fördern Wachstum für volle, glänzende – und dunkler wirkende – Wimpern.

  • Rizinus- oder Klettenwurzelöl abends auftragen, über Nacht einwirken.

Pflanzliche Tönungen dunkeln Wimpern natürlich einen Ton nach – Spitzen wirken länger.

  • Köcheln Sie schwarzen Tee (loser Bio-Tee, z. B. von **Memolife**) 20–30 Min. Stark abkühlen lassen.
  • Nachts auftragen, nur auf Wimpern – Haut schützen.

Henna meiden: Zu grob für Augenpartie, reizt durch Gerbsäure. Ökotest fand oft chemische Zusätze, z. B. PPD in schwarzem Henna, erbgutschädigend.