Während der Lockdowns landeten BHs zusammen mit Hosen, Händeschütteln und Nachtclubs auf der Abschussliste. Viele Frauen nutzten die Zeit zu Hause, um endlich ohne BH auszukommen – ohne als "wütende Feministin" oder "Hippie" zu gelten. In sozialen Medien teilten Frauen weltweit ihre #WFH-Outfits ohne BH, darunter Prominente wie Bella Hadid und Rita Ora. Die Pandemie stellte eine zentrale Frage: Bringt ein BH wirklich Vorteile? Die Freiheit des Verzichts
Eine britische Publikation fasste es treffend zusammen: "BHs – vor allem die mit Bügeln, die wir nach einem langen Tag vor der Pandemie nur zu gern abwarfen – haben den Lockdown nicht überlebt." Viele Frauen mit Brust bestätigten dies. "Tag 14 ohne BH – und ich liebe es", twitterte eine Nutzerin. Der Lockdown bot Raum für Lebensstiländerungen: weg mit BH, Hosen und Make-up. Als die TV-Star Padma Lakshmi für ihr Kochvideo ohne BH als "unmoralisch" beschimpft wurde, konterte sie: "Urteilt 2020 nicht über Frauen-Körper!"
Brüste brauchen keinen BH zur StützeLange hieß es: Ohne BH schaden Coopersche Bänder, Brüstchen hängen durch Alter und Schwerkraft. Doch eine 15-jährige Studie aus 2013 widerlegt das. Sportwissenschaftler Jean-Denis Rouillon erklärte gegenüber France Info: "Medizinisch, physiologisch, anatomisch – Brüste profitieren nicht davon, die Schwerkraft zu verweigern. Im Gegenteil, BHs machen sie schlaffer." Obwohl die Stichprobe nicht die gesamte Bevölkerung repräsentiert, zeigte die Studie: Junge Frauen, die auf BHs verzichten, erleben keine Verschlechterung der Brustausrichtung.