Nachhaltigkeit dominiert die Modebranche – und Jeans stehen im Fokus. Denim basiert meist auf Baumwolle, die enorm wasserdurstig ist. Schätzungen zeigen: Für 1 kg Baumwolle werden oft Tausende Liter Wasser benötigt – genug für ein T-Shirt und eine Jeans. Durchschnittlich verbraucht die Produktion einer einzigen Jeans rund 1.500 Liter Wasser.Als verantwortungsvolle Konsumenten können wir beitragen, indem wir nachhaltige Denim-Produkte wählen. Der Stoff ist entscheidend: Wir sprachen mit Abhishek Yadav, Design Head bei Spykar Lifestyle, über smarte Kaufkriterien.

Überprüfen Sie das Waschetikett auf Materialqualität und Zusammensetzung. Ideal: Upcycling- oder Recyclinggarn aus wiederverwendeten Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen. Post-Consumer-Produktion nutzt gebrauchte Kleidung, zerlegt sie in Fasern und spinnt neue Denim-Stoffe.
Eine weitere Option: recyceltes Polyester aus gereinigten Plastikflaschen, das umweltfreundlicher in Jeans integriert wird. Auch Produktionsprozesse zählen. „Spykar setzt eine innovative Technologie ein, die nur ein Glas Wasser pro Jeans braucht – statt 1.500 Liter“, erklärt Yadav.

Beim Waschen kommen Chemikalien zum Einsatz, deren Abfallbehandlung eine Herausforderung ist. Viele Marken verzichten darauf und nutzen laserbasierte oder chemiefreie Trockenprozesse. Diese Technologien sind teurer, doch der Umweltschutz und der Nutzen für Mensch und Natur wiegen schwerer.
Technologie und Datenanalysen ermöglichen es Herstellern, Umweltauswirkungen zu messen. Große Player prüfen Produkte in allen Phasen und minimieren Belastungen. Verbraucher: Schauen Sie vor dem Kauf auf Umweltkennwerte.